Werbung

Schwarz-Rot-Gold und ein Feuer

Am Dienstag wird der neue Fußballweltmeister am Brandenburger Tor erwartet

  • Von Guido Speckmann
  • Lesedauer: 3 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Hunderttausende feierten in Berlin den WM-Titel der deutschen Mannschaft - manche bis zum Morgengrauen. Und am Dienstag geht die Party weiter, am Brandenburger Tor präsentiert sich der Weltmeister.

Berlin hat in der Nacht zum Montag nicht nur auf der Fanmeile den Gewinn der Fußballweltmeisterschaft gefeiert. Dabei ging es überwiegend friedlich zu. Die rund 1000 Polizisten im Einsatz mussten kaum eingreifen. Lediglich bei einigen Fans, die auf U-Bahn-Dächer geklettert waren, war ein Einsatz notwendig. Das Rote Kreuz teilte am Montag mit, dass es rund 550 Mal kranken oder verletzten Personen helfen musste. Dabei wurden 43 Menschen von den Sanitätern in Krankenhäuser gebracht, sagte Sprecher Rüdiger Kunz. Schon zwei Stunden vor Spielbeginn um 21 Uhr war der Zugang zu der Fanmeile vor dem Brandenburger Tor wegen Überfüllung geschlossen worden. Die geschätzte Besucherzahl von 200 000 lag allerdings unter dem Niveau der Spiele von 2006. Das lag womöglich auch am Wetter. Viele Fans mussten am Sonntag im strömenden Regen bis zum Spielbeginn ausharren. Dann erst wurde es trocken.

Kurz nach dem Schlusspfiff wurde auf Berlins traditioneller Jubelmeile - dem Ku’damm ein großes Feuerwerk gestartet. Menschen standen in offenen Schiebedächern fahrender Autos, einige saßen auch in Kofferräumen oder schwenkten Fahnen aus den Fenstern. Auch in anderen Stadtteilen gab es Autokorsos. Sehr viele Fußballfans feierten auch am Potsdamer Platz, in der Kulturbrauerei am Prenzlauer Berg, rund um die Spandauer Zitadelle und im Stadion des Fußballzweitligisten 1. FC Union Köpenick. Das dortige spektakuläre Public Viewing mit mitgebrachten Wohnzimmersofas hatte in den vergangenen vier Wochen große Aufmerksamkeit bekommen. Insgesamt waren geschätzte 180 000 Besucher in die »Alte Försterei« gekommen.

Während am Montag der ein oder andere noch mit den Folgen der Feierei, die zum Teil bis in die Morgenstunden andauerte, gekämpft haben mag, liefen an anderer Stelle bereits die fieberhaften Vorbereitungen für die nächste Feier. Am heutigen Dienstag wird sich der neue Weltmeister für eine Stunde am Brandenburger Tor zeigen, um mit seinen Fans zu feiern. Anja Marx, Sprecherin des Veranstalters der Fanmeile, war die Hektik am Montagmittag anzuhören. »Bei uns herrscht Land unter«. Fest steht, dass die Nationalmannschaft gegen neun Uhr am Flughafen Tegel erwartet wird, wo die Sondermaschine direkt aus Rio de Janeiro landet. Die Besucherterrasse des Flughafens wird dabei geöffnet bleiben. In einem Bus geht es dann zum Brandenburger Tor. Dort wurde am Montag die Bühne um einen 30 Meter langen Steg erweitert, der einen besseren Kontakt der Weltmeister zu seinen Fans ermöglichen soll. Die Fanmeile ist bereits ab 7 Uhr zugänglich und soll nach dem Auftritt von Neuer, Özil und Co von elf bis zwölf Uhr mit musikalischen Begleitprogramm noch bis 17 Uhr geöffnet bleiben. Frühes Erscheinen lohnt sich, da es sehr voll werden könnte. Die Veranstalter rechnen mit bis zu einer halben Million Menschen. Die Anreise mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln empfiehlt sich - trotz des seit eingeschränkten S-Bahn-Verkehrs (siehe unten).

Doch nicht ganz Berlin feiert den WM-Titelgewinn. In Friedrichshain verbrannten Autonome deutsche Fahnen, um gegen Nationalismus und die FIFA zu demonstrieren. Mit Agenturen

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!