Halb vom Schirm verschwunden

Für zwei Störungen bei der Radarerfassung von Flugzeugen war die NATO verantwortlich

  • Von Matthias Monroy
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

57 zivile Flugzeuge waren für Fluglotsen nur noch teilweise zu sehen. Offensichtlich war ein NATO-Manöver für den »Elektronischen Kampf« die Ursache.

Einheiten der NATO haben womöglich für Fluglotsen wichtige digitale Systeme lahmgelegt. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor. Die Abgeordneten erkundigten sich nach Ausfällen der Flugsicherung im gesamten östlichen Alpenraum, die vergangenen Monat an zwei verschiedenen Tagen auftraten. Bisherige Erkenntnisse deuteten laut dem Verteidigungsministerium darauf hin, dass Radaranlagen durch eine »externe Störquelle« beeinträchtigt wurden. Entsprechende Probleme seien außer in Österreich, Deutschland und Tschechien auch in Polen registriert worden.

Die Vorfälle ereigneten sich am 5. und am 10. Juni: Über mehrere Stunden kam es dabei zu Störungen der sogenannten »Sekundärradarerfassung«. Gemeint sind die elektronischen Signale, die von Flugzeugen gesendet und von Fluglotsen am Boden aufgefangen werden. Sie verraten Daten über das Luftfahrzeug und liefern Angaben zur Route un...

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