Fünf Tage gegen TTIP

Kritiker des Freihandelsabkommens mobilisierten in Brüssel

  • Von Uwe Sattler, Brüssel
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Die 6. Verhandlungsrunde zum Freihandelsabkommen EU-USA war in der vergangenen Woche von zahlreichen Gegenveranstaltungen begleitet. Im Zentrum der Kritik stehen längst nicht mehr Chlorhühnchen und Hormonfleisch.

Die Handvoll Aktivisten, die in der vergangenen Woche nahezu täglich am Brüsseler Place Schumann demonstrierten, wurden von den vorbei eilenden Beamten geflissentlich ignoriert. Kaum einer der mit Aktenordnern oder Laptoptaschen ausgerüsteten Frauen und Männer nahm ein Flugblatt der Kritiker des Freihandelsabkommens EU-USA, die sich mit ihrem »Stop TTIP«-Transparent vor dem Gebäude der Europäischen Kommission postiert hatten. Dabei könnte das Anliegen der Initiative schon bald auf ihren Schreibtischen landen: »Stop TTIP« will mit einer sogenannten Europäischen Bürgeriniative (EBI) die EU-Kommission dazu bringen, sich zu dem Vertrag zu positionieren – möglichst ablehnend natürlich.

Illusionen macht man sich in dem aus über 100 europäischen Nichtregierungsorganisationen zusammengesetzten Bündnis nicht. Schließlich ist es die EU-Kommission selbst, die für die europäische Seite die Gespräche führt. In den vergangenen Woche startet...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.