Rainer Balcerowiak 25.07.2014 / Berlin / Brandenburg

Rauswurf hat oberste Priorität

Aufwertungsdruck in der Lehrter Straße könnte einem Moabiter Mieter seine Wohnung kosten

Die Degewo will in Moabit einen Hausbewohner loswerden, der seine Miete aufgrund von Mängeln kürzte. Doch die Wohnungsgesellschaft könnte noch andere Gründe für die Kündigung haben.

Mit allen Mitteln versucht die größte Berliner Wohnungsbaugesellschaft, die Degewo, einen »renitenten« Mieter aus seiner Wohnung in der Lehrter Straße in Moabit zu klagen. Während das landeseigene Unternehmen in seinen Werbebroschüren gerne damit wirbt, die »Zufriedenheit der Mieter« und »soziales Augenmaß« in den Mittelpunkt seiner Tätigkeit zu stellen, entsteht in Fällen wie dem von Frank K.* ein vollkommen anderer Eindruck.

K. hat die Wohnung im November 1998 bezogen und im folgenden Jahr gravierende Mängel an der Heizungsanlage angezeigt. Mit der damaligen Verwaltung, der GSE, gab es Ende 1999 eine Einigung, laut der K. bis zur Beseitigung der Mängel die Kaltmiete um 33 Prozent kürzen darf. Als die Degewo im Jahr 2000 die Verwaltung übernahm, wurde diese Vereinbarung widerrufen. Der Mieter bestand auf seiner Minderung und erhielt daraufhin mehrere fristlose Kündigungen mit Räumungsverlangen, die durch das Eingreifen von Mi...

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