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»Hauptgrund für Hunger ist Armut«

UN-Beauftragte Tania Santivañez über weggeworfene Lebensmittel, Handelsströme und Lebensmittelpreise

Tania Santivañez arbeitet bei der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (Food and Agriculture Organization of the United Nations - FAO). Ihr Schwerpunkt sind effiziente und inklusive Ernährungssysteme. Im vergangenen Jahr koordinierte sie das Internationale Jahr der Quinoa - eine Kampagne, mit der die FAO auf die große Bedeutung dieser Pflanze für die Welternährung aufmerksam machte. Mit ihr sprach Benjamin Beutler.

nd: Essen, das auf dem Müll landet, ist laut einem aktuellen Bericht der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO (FAO) nicht nur ein Problem in den reichen Industrieländern, sondern vor allem auch in vielen lateinamerikanischen Ländern. Wie groß sind die Ausmaße?
Santivañez: Allein mit den Nahrungsmitteln, die im Bereich des Einzelhandels in Lateinamerika verschwendet werden, könnten die Ernährungsbedürfnisse von über 30 Millionen Menschen befriedigt werden. Das sind 64 Prozent der Personen, die in Lateinamerika und der Karibik an Hunger leiden, also mehr als die Hälfte. Insgesamt betrachtet finden sechs Prozent der globalen Nahrungsmittelverluste in der Region statt. Jahr für Jahr verliert der Kontinent so 15 Prozent der eigentlich zur Verfügung stehenden Nahrungsmittel.

Wo wird am meisten verschwendet?
Die Verluste entstehen in der ganzen Nahrungsmittelkette. 28 Prozent beim Verbrauch, 28 Prozent in der Produ...


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