Die EZB zum Tanzen bringen

Die Band »Ja, Panik« gründete sich 2005 in Wien. Zwischen Punk-Rock und Disco-Pop changierend, erspielen sie sich seither ein mit jeder Album-Veröffentlichung wachsendes Publikum. 2008 wechselten sie nach Berlin, Neben Andreas Spechtl gehört auch Sebastian Janata zur festen Besetzung. Im Interview mit Ralf Krämer erklären die nicht mehr ganz frischen Neu-Berliner unter anderem, was sie tun würden, würde die Europäische Zentralbank den Band-Hit »Dance the ECB« zur Eigenwerbung missbrauchen.

Mittlerweile ist Ihr Umzug von Wien nach Berlin sechs Jahre her. Nicht zuletzt aufgrund Ihres Dia-lekts werden Sie aber immer noch als Wiener wahrgenommen.

Spechtl: Aber nur in Berlin. Ein Wiener würde lachen, wenn er das hört. Wir haben ja nur ein paar Jahre in Wien gelebt. Wir kommen aus dem Burgenland.

Der Autor Heinz Schöffler bemerkte einst: »Der Witz des Wieners liegt oft im Grenzgebiet des Humors mit ganz ungewöhnlicher Neigung zur Selbstpersiflage, die turmhoch über der berlinerischen Haltung des Sich-ernst-Nehmens steht.« Befinden Sie sich in Berlin manchmal im Humor-Exil?

Janata: Das würde ich unterschreiben. Ich ernte uroft komische Blicke und wollte doch nur ein Späßchen machen.

Machen...


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