Signal an die Kapitalmärkte

Post-Konzern will bei Neueinstellungen schlechter bezahlen

  • Von Johannes Schulten
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Um Gewinne zu steigern, will die Deutsche Post niedrigere Löhne für Neubeschäftigte durchsetzen. Ver.di verweist auf Tarifverträge und beschwichtigt: Die Ankündigung diene nur der Beruhigung der Anleger.

Gelassen hat die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di auf die Ankündigung der Deutschen Post AG reagiert, neuen Beschäftigten künftig deutlich weniger Geld zu zahlen als langjährigen Angestellten. »Das war in erster Linie ein Signal, um die Kapitalmärkte zu beruhigen«, so ver.di- Pressesprecher Christoph Schmitz am Montag gegenüber »nd«. Der DAX-Konzern hatte im April angekündigt, seinen Jahresgewinn von derzeit etwa 2,9 bis 2020 auf fünf Milliarden steigern zu wollen. Nun müssten die Erwartungen der Anleger beruhigt werden, so Schmitz weiter.

Einen anderen Grund für die Ankündigungen könne er nicht sehen: »Der Tarifvertrag läuft bis 31. Mai nächsten Jahres, der Beschäftigungssicherungstarifvertrag erst Ende 2015 aus.« Bis dahin sei noch viel Zeit. Im Übrigen sei ver.di bei der Post sehr gut organisiert.

In einem Interview mit der »Süddeutschen Zeitung« hatte Post-Chef Frank Appel angekündigt, bei Neueinstellungen künftig ...


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