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Nur die CIA ist so böse

René Heilig über das demokratiekompatible Selbstverständnis von Diensten

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Um die 6.000 Seiten stark soll der Bericht sein, in dem der US-Senat demnächst die Verhörmethoden der US-Geheimdienste bewerten wird. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 quälten die - mehr oder weniger willkürlich - Menschen mit Waterboarding und Schlafentzug. Man verabreichte Kälte wie Hitze, folterte mit Musik und Schlägen, erniedrigte die wehrlosen Opfer in widerlichster Art und Weise. Die vom damaligen US-Präsidenten Bush im »Anti-Terror-Kampf« sehr weit ausgelegten Grenzen wurden dabei immer weiter in Richtung Unrecht verschoben.

Nicht einmal zehn Prozent des Berichts sollen öffentlich werden, verspricht der Senat. Doch weil die CIA einschätzen kann, dass selbst ein Zehntel verheerende Wirkung entfalten kann, verließ man sich nicht auf diese undemokratische Zusage. Man hackte sich lieber in Computer des Geheimdienstausschusses. Getreu der üblichen Agentenpraxis: Kontrolle ist gut, mehr Kontrolle ist besser.

Als die CIA-Operation vor Monaten ruchbar wurde, log man sich die Westen weiß. Nun kommt eine halbherzige Entschuldigung von CIA-Boss Brennan, der zu Zeiten dieser perversen Folterorgien Vizechef des Dienstes war. Und was macht Obama? Er stellt sich hinter Brennan. Sicher ist sicher! Es ist beruhigend, dass nur die CIA, die Russen und die Chinesen so verlogen sind. Niemals würden deutsche, rechtstreuen Dienste ... Nie! Indianerehrenwort!

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