Werbung

Israels Armee beginnt Abzug aus Wohngebieten

Netanjahu: »Sind dabei, die Zerstörung der Tunnel zu vollenden« / Palästinensische Delegation in Kairo

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Berlin. Die israelische Armee hat einem Medienbericht zufolge damit begonnen, Einheiten aus bewohnten Gebieten im Gazastreifen abzuziehen. Es werde erwartet, dass weitere Truppen abrücken, meldete der israelische Rundfunk am Samstagabend. Die Grenze zu Israel überquerten sie dabei noch nicht, wie israelische Medien berichteten. Dennoch könnte es sich um erste Anzeichen für ein Zurückfahren der Offensive handeln. Wie die Medien berichten, könnte das Militär innerhalb der nächsten 24 Stunden den Vollzug der vollständigen Zerstörung der Hamas-Tunnel bekanntgeben. Unklar sei, wieviele Soldaten in dem palästinensischen Gebiet am Mittelmeer verbleiben.

Am Sonntagmorgen setzte das Militär den Beschuss der Palästinenserstadt Rafah im südlichen Gazastreifen fort. Bei den Angriffen seien neun Mitglieder einer Familie getötet worden, teilte ein Sprecher des palästinensischen Gesundheitsministeriums mit. »Wir setzen die Aktivitäten in Rafah fort«, sagte eine Armeesprecherin in Tel Aviv.

Ein israelischer Regierungsbeamter hatte am Samstag angedeutet, dass Israel den Militäreinsatz möglicherweise beendet, ohne zuvor mit der Hamas eine Waffenruhe zu vereinbaren. »Wir werden die Zerstörung der Tunnel beenden und unsere Politik gegenüber Gaza auf Abschreckung gründen und nicht auf Abmachungen mit der Hamas«, zitierten ihn die »Haaretz« und das israelische Internetportal »ynet.news«. Eines der erklärten Hauptziele der israelischen Armee ist die Zerstörung von Tunneln, durch die Hamas-Aktivisten nach Israel gelangen können.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte am Samstagabend auf einer Pressekonferenz in Tel Aviv, dreieinhalb Wochen nach Beginn der israelischen Militäroffensive, »wir sind dabei, die Zerstörung der Tunnel zu vollenden. Die Armee wird so lange im Einsatz sein, bis sie ihre Arbeit getan hat«. Nach der Zerstörung der Angriffstunnel der radikal-islamischen Hamas werde Israel die Lage neu bewerten und weitere Schritte entsprechend seinen Sicherheitsbedürfnissen unternehmen, fügte Netanjahu hinzu.

Derweil ist eine palästinensische Delegation am Samstagabend zu möglichen Verhandlungen über eine Waffenruhe im Gazakonflikt in Kairo eingetroffen. An der Spitze der Gruppe stand der palästinensische Politiker Azzam al-Ahmad von der Fatah, zu der auch Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas gehört, wie ägyptische Offizielle am Flughafen mitteilten. Politiker der radikal-islamischen Hamas waren demnach nicht unter den Mitgliedern der Delegation. Ägypten hatte in der vergangenen Woche eine Waffenruhe vorgeschlagen, die die Hamas jedoch ablehnt. Ein israelischer Regierungsbeamter teilte am Samstag mit, sein Land werde vorerst keine Delegation nach Kairo schicken, um über eine Feuerpause zu sprechen. Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi sagte in Kairo, die ägyptische Initiative für eine Waffenruhe sei der einzige Weg, um den Gazakonflikt zu lösen. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!