Das Ende des Goldes

Mit Beginn des 1. Weltkrieges änderte sich das Währungssystem

  • Von Hermannus Pfeiffer
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

August 1914: Berlin, Paris und Sankt Petersburg schaffen den Goldstandard ab. Das Zeitalter der Währungsspekulationen hatte begonnen. Die Wirkungen sind noch heute zu spüren.

Bald nach den ersten tödlichen Schüssen an den Fronten fiel auch in Berlin das erste Opfer - die Mark. Am 4. August setzte die Reichsbank die sechs im »Kriegsfall vorzulegenden Gesetzentwürfe« um, denen tags zuvor der Reichstag zugestimmt hatte. Damit endete auch der Goldstandard. Kaiser Wilhelm II. ließ drei Tage nach Beginn des Völkerschlachtens die Notenpresse anwerfen, um seinen blutigen und ökonomisch verhängnisvollen Krieg zu finanzieren.

Ihre Blütezeit hatte die Goldwährung um die Wende zum 20. Jahrhundert erlebt. Mark, Pfund oder Dollar - in den USA gab es noch nicht mal eine Notenbank - ohne Golddeckung erschienen Ökonomen und Zeitgenossen im Fin de siècle (wörtlich »Ende des Jahrhunderts«) als alptraumhafter Science-Fiction. Ermöglicht hatten die Dominanz des gelben Edelmetalls riesige Goldfunde in Australien und Nordamerika. Bis dahin waren Währungen meist an Silber gekoppelt gewesen, seit im 18. Jahrhundert das Pap...

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