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Null Toleranz

Rudolph Giuliani wird
 Sicherheitsberater in Guatemala

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Zeit für seine neue Aufgabe hat er, der im Unruhestand befindliche frühere New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani. Der 70-Jährige soll dem gewaltgeplagten Guatemala zu mehr Sicherheit verhelfen. Kompetenz dafür kann er vorweisen: Mit seiner nicht gänzlich unumstrittenen Null-Toleranz-Politik hat er es während seiner beiden Amtsperioden von 1994 bis Ende 2001 in New York geschafft, die öffentliche Sicherheit vielerorts deutlich zu verbessern - das sagen die Statistiken und das sagen viele Bewohner, die Giuliani liebend gerne eine dritte Amtszeit gegönnt hätten, wenn die Statuten es zugelassen hätten.

In der Kritik stand die Null-Toleranz-Strategie bei Gesellschaftswissenschaftlern, weil sie die Ursachen für Kriminalität außer Acht ließ und sich vor allem in Repression gegen die unteren Schichten erschöpfte. Die meisten Bewohner fanden diesen Preis jedoch akzeptabel, ging doch die Mordrate von ihrem Höhepunkt mit 2245 im Jahre 1990 auf rund 600 in den letzten Amtsjahren Giulianis zurück.

Neben der Kriminalitätsbekämpfung machte sich Giuliani als Krisenmanager einen Namen. Seine letzten Amtsmonate wurden von den Anschlägen am 11. September 2001 überschattet. Vor den Anschlägen war Giulianis Popularität im Sinkflug begriffen. Das änderte sich, weil er bereits unmittelbar, nachdem das erste Flugzeug eingeschlagen war, an den Ort des Geschehens eilte und als Krisenmanager zwar selbst so viel nicht ausrichten konnte, aber mit Empathie punktete.

In Guatemala steht er vor einer schwierigen Aufgabe: Mit 34 Morden je 100 000 Einwohnern ist es das sechstgefährlichste Land außerhalb von Kriegsgebieten. Tausende Guatemalteken, darunter viele Minderjährige, suchen deswegen Jahr für Jahr ihr Heil auf riskanten Fluchtrouten in die USA. Dort sitzen auch die allermeisten Abnehmer der Drogen, dessen brutal umkämpfter Handel das wohl größte Sicherheitsproblem Guatemalas darstellt. Eingestellt wurde Giuliani von einer wirtschaftsnahen Stiftung. Unsicherheit ist schließlich schlecht für das legale Geschäft.

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