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Möbelboss verzichtet auf Landeplatz

Stahnsdorf. Nach Protesten einer Fluglärminitiative und zahlreicher Bürger verzichtet der Möbelunternehmer Kurt Krieger auf seinen Hubschrauberlandeplatz in Stahnsdorf (Potsdam-Mittelmark). Die Krieger Grundstück GmbH habe schriftlich erklärt, dass sie ihren Antrag für einen Dauerbetrieb des Landeplatzes im Ortsteil Güterfelde nicht weiter verfolge, teilte die Gemeinde am Dienstag mit. Als Grund habe die GmbH angegeben, dass ihr Antrag in der Gemeinde zu kritisch gesehen werde.

Zuvor hatte die »Bild«-Zeitung über den Rückzug des Firmenchefs berichtet. Krieger sagte dem Blatt, er werde einen anderen Landeplatz außerhalb Berlins suchen. Zu seinem Konzern gehören die Möbelhäuser Höffner, Walther und Kraft. Nach Gemeindeangaben nutzt Kurt Krieger den Landeplatz seit 2011 mit einer Ausnahmegenehmigung. Damit wolle er bei kurzfristigen Geschäftsterminen schnell reagieren können. Für den Dauerbetrieb hatte Krieger nun jeweils 60 Ab- und Anflüge pro Jahr beantragt.

Von der zuständigen Oberen Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg war am Dienstag keine Stellungnahme zu erhalten. Stahnsdorfs Bürgermeister Bernd Albers sagte, Krieger habe mit seiner Entscheidung große Sensibilität bewiesen. »Die Debatte um den Antrag war hochemotional und zeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger großen Wert auf den Erhalt der Lebensqualität in Stahnsdorf und seinen Ortsteilen legen.« dpa/nd

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