Werbung

Argumente für Wahlkämpfer

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: 2 Min.
Mit einem täglichen Newsletter versorgt die LINKE ihre Mitglieder im Landtagswahlkampf mit Informationen, Terminhinweisen und Meldungen.

Rot-Rot trage Verantwortung für die hohen Strompreisen in Brandenburg, weil die Regierung zu wenig für die Systemintegration der erneuerbaren Energien tue, behauptet die CDU. Und die Gewerkschaft der Polizei sagt, die Innere Sicherheit sei für die LINKE kein Thema. Vorwürfe aller Art gehören in Wahlkampfzeiten zum Tagesgeschäft. Die Parteien versuchen, sich selbst in ein günstiges Licht zu rücken und die Konkurrenz in ein schlechtes. Alle möglichen Organisationen mischen sich ein, um den Abgeordneten vor der Landtagswahl am 14. September Versprechungen abzuringen.

Die Wahlkämpfer sind gezwungen, Unterstellungen abzuwehren und auf Argumente der Gegenseite mit eigenen Argumenten zu reagieren. Dabei hilft den Genossen der Linkspartei ein täglicher Newsletter, der seit 1. August per E-Mail verschickt wird. »Informationen für Wahlkämpfer« steht über der ersten Ausgabe, die von Landesgeschäftsführerin Andrea Johlige an Mitglieder und andere Personen im Verteiler adressiert ist.

Bestandteile sind neben Argumentationshilfen auch Meldungen, Terminhinweise und ein Tagesthema. Letzteres galt am 1. August dem 100 Jahre zurückliegenden Beginn des Ersten Weltkriegs. Die LINKE nutzte den Jahrestag zu der Forderung: »Damals wie heute - die Waffen nieder!« Dazu ein Schlenker zur Landespolitik: Unter Rot-Rot habe Brandenburg als erstes Bundesland alle seine Polizisten, die vom vorherigen CDU-Innenminister nach Afghanistan geschickt wurden, aus dem Krisengebiet abgezogen.

Zur Anschuldigung der CDU bezüglich der Strompreise, die nirgendwo in Deutschland so hoch sind wie in Brandenburg, erklärte der Landtagsabgeordnete Thomas Domres im Newsletter: »Der Vorwurf ist völlig daneben und zeugt von Unkenntnis.« Domres nannte Projekte zur Systemintegration, die vom Land gefördert werden, darunter ein Hybridkraftwerk.

Der Abgeordnete Andreas Bernig bereitete für eine andere Ausgabe Belege dafür vor, was die LINKE für die Polizei getan habe. So seien 930 Polizeianwärter eingestellt worden, während der Koalitionsvertrag nur 615 vorgesehen habe. Alle Polizeistandorte außer Babelsberg seien erhalten worden, ebenso das Landeskriminalamt, die Bereitschaftspolizei und die Fachhochschule der Polizei - und in der Fläche sei kein Personal gekürzt worden. »Der Insider wird wissen, dass das alles zur Disposition stand.«

Wer in den Verteiler möchte, schreibt eine E-Mail an newsletter@dielinke-brandenburg.de.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln