M-Wort Debatte: etwas Respekt, bitte

Die Mohrenstraße umbenennen?! - Replik auf einen nd-Text von Ulrich van der Heyden

  • Von Thembi Wolfram
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Vielleicht flanierten vor einigen Jahrhunderten ein paar ghanaische Regierungsmänner in der heutigen Mohrenstraße, wie Ulrich van der Heyden am 16. Juli 2014 an dieser Stelle vermutete. Sehr wahrscheinlich lebten zur Kolonialzeit in der Nähe der Straße Jugendliche aus den deutschen Kolonien in Afrika, die als Dienstboten am kaiserlichen Hof arbeiten mussten. Vielleicht ist die Namensgebung der Straße auch nur ein kluger Marketingtrick des in der Straße firmierenden »Sarotti«-Schokoladenunternehmens gewesen. So oder so. Nichts davon hat etwas damit zu tun, dass die Berliner Mohrenstraße umbenannt werden muss.

Und das muss sie, anders als Ulrich van der Heyden glaubt. Gefordert wird das immer wieder, schon seit mehr als einem Jahrzehnt. Von Berliner Politikern, afrikanischen und antirassistischen Vereinen. Und von People of Colour. Das ist keine Initiative, wie von van der Heyden vermutet, sondern schlicht ein amerikanischer Beg...

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