Schicksalswahl: Demokratie oder Despotie

Evrim Sommer über die Präsidentenwahlen in der Türkei

Erdogans islamisch-konservative Partei (AKP) ist seit 11 Jahren ununterbrochen an der Macht. Im Jahre 2002 betrat er als mutiger Reformer die politische Bühne der Türkei. Heute kann man ihn als Despoten bezeichnen. Seine anfänglichen Sympathien nutzte er geschickt aus und verbesserte das Wahlergebnis seiner Partei von Wahl zu Wahl mehr. Mittlerweile steht ein Teil der türkischen Bevölkerung ihm kritisch gegenüber - insbesondere nach der gewaltsamen Niederschlagung der Gezi-Bewegung in Istanbul 2013. Die Gewalt zerstörte das Vertrauen der Menschen.

Die Bilanz seiner Regierung ist sowohl innenpolitisch als auch außenpolitisch verheerend. Erdogan hat kontinuierlich und ohne Rücksicht auf Verluste einen eigenen Machtapparat aufgebaut, der seinen diktatorischen Stil stützt. Um die Vision der Alleinherrschaft zu realisieren, entmachtete er die sogenannte ‘Kemalistische Elite‘, das Militär.

Darüber hinaus brach er mit der Gülen...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: