Tierrechte und Kapitalismuskritik

Auf dem Vegan Street Day wurde nicht nur ethisch korrekt gespeist, sondern auch ethisch korrekt diskutiert

  • Von Marcus Meier
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Tausende Menschen feierten am Samstag auf dem Vegan Street Day in Dortmund. Hier vermengte sich bei Seitan-Döner und Wirsing-Chips erweiterte Kapitalismuskritik mit ideologisch höchst Bedenklichem.

Nach Veranstalterangaben handelt es sich beim Vegan Street Day um das größte vegane Straßenfest Deutschlands, und tatsächlich kamen Tausende Menschen auf den Friedensplatz vor dem Dortmunder Rathaus. Dort bildeten sich 20 Meter lange Schlangen vor Fressbuden und etwas kürzere vor Informationsständen. Überfüllt war streckenweise auch das Zelt, in dem Aktivisten referierten. Koch-Show-Programm, rein pflanzliches Fast Food und Philosophisches bildeten eine Einheit. Mögen vegane Lebensstile auch mainstreamiger geworden sein (oder der mainstreamige Lebensstil veganer), die Inhalte waren am Samstag durchaus radikal.

Weltweit findet eine brutale »Tierausbeutung« statt, Tiere werden zu Waren degradiert, getötet, ihr Kadaver verarbeitet - das ist hier Konsens, zumindest unter jenen, die nicht nur auf einen Seitan-Döner vorbeigekommen sind. An Reformismus - sprich: Tierschutz - glaubt hier niemand. Auch Organisationen und Firmen, die bl...

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