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Wenn der Mietkampf die Lebensenergie frisst

Mieterbund-Präsident Franz-Georg Rips machte sich mit SPD-Politikern Bild von der miesen Situation in der Hauptstadt

  • Von Nicolas Šustr
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Berlin ist Mieterhauptstadt. Auf einer Rundtour besuchte der oberste Mieterschützer des Landes Genossenschaften, Wohnungsunternehmen und von Umwandlungsprozessen betroffene Mieter.

Der Vergleich ist drastisch. »Es ist ein bisschen wie die Diagnose Krebs. Man begibt sich in einen Guerillakrieg, sucht nach der kleinsten Möglichkeit, etwas dagegen zu unternehmen«, sagt Sven Fischer. Der übermächtige Gegner, der Fischers bisheriges Leben bedroht, ist der Immobilienunternehmer Wulf Christmann. Im Juni vergangenen Jahres hat er das Wohnhaus Kopenhagener Straße 46 in Prenzlauer Berg gekauft. Seit diesem März wird es modernisiert. »Es geht nicht darum, das Haus zu modernisieren, er will es räumen«, behauptet Fischer, der dort wohnt. Durch absurd teure energetische Modernisierungsmaßnahmen, die in der Summe eine mehr als verdreifachte Miete ergeben werden, soll die bisherige Bewohnerschaft herausgedrängt werden, vermutet Fischer. 14 bis 18 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter sollen zukünftig fällig werden.

Die Hausgemeinschaft sucht seit Monaten die Öffentlichkeit. Presse und Fernsehen berichteten, sogar Bundesjustiz...


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