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Oh, wie schön ist Panama

Der Kanal, der wie kein zweiter für den Welthandel steht, wird 100

Berlin. »Oh, wie schön ist Panama«, heißt Janoschs Geschichte von Tiger und Bär, die nach Panama reisen wollen. Dort soll alles besser, größer, schöner sein als zu Hause - in der Vorstellung der beiden.

Mit Panama werden nicht nur ein Hut und der Name des Diktators Manuel Noriega verbunden, sondern auch jene teils künstliche Wasserstraße, die den Welthandel verändert hat wie keine andere: der Panamakanal, der nun 100 Jahre wird.

Am 15. August 1914 durchfuhr als erstes das Dampfschiff »Ancón« die 80 Kilometer - heute werden an der Passage zwischen Pazifik und Atlantik jährlich rund 14 000 Schiffe gezählt. Zunächst hatten die Franzosen den Bau vorangetrieben, sie scheiterten jedoch, über 20 000 tote Arbeiter waren zu beklagen. Später übernahmen die USA das Projekt und ließen lange auch nicht mehr von ihm: Erst 1999 übergaben sie den für die amerikanische Ökonomie so wichtigen Kanal an die Regierung Panamas zurück.

Etwa fünf Prozent der global verschifften Seefracht werden heute durch den Panamakanal gebracht. Weil die Schiffe aber immer größer werden, wird zum 100. Geburtstag zwischen der Limon Bay und dem Golf von Panama wieder gebaut. Der Kanal soll größere Schiffe aufnehmen können, und er hat Konkurrenz bekommen. Auch Nicaragua treibt den Bau eines Kanals zwischen Atlantik und Pazifik voran.

In Janoschs Geschichte kommen Tiger und Bär am Ende wieder bei sich zu Hause an - und glauben, sie seien in Panama. Anlässlich des 100. Geburtstages eines Kanals, der Symbol ebenso der globalisierten Ökonomie wie der Veränderungen des Welthandels wurde.

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