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Mein Hochsitz, mein Balkon

Neues aus Venedig

  • Von Gunnar Decker
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Bei Billa, dem Supermarkt am Zattere-Ufer, steht seit Wochen ein Fahrrad. Es ist ein schönes, weißes Fahrrad und kostet bloß 69 Euro. Und das in einer so überteuerten Stadt wie Venedig! Aber bisher hat es keiner kaufen wollen. Wozu auch, wenn man etwas nicht braucht in Venedig, dann ein Fahrrad! Woraus zu lernen wäre: Es gibt nichts, was einen Wert an sich hätte.

Ein Fahrrad kann man sich in dieser Stadt bestenfalls an die Wand hängen und als völlig funktionsloses Ornament einer fremden Welt anschauen. Schon ein Rollstuhl ist hier in jedem Falle schlimmer als kein Rollstuhl. Denn erst muss der darin Sitzende über die Brücke und dann der Rollstuhl selbst. Und dann kommt auch schon die nächste Brücke.

Über Autos wollen wir erst gar nicht reden, aber es gab sie tatsächlich, die wahnwitzigen Pläne für eine »autogerechte Stadt«, auch hier in Venedig. Das war die Zeit, als man in Italien auch modern und industriell sein wollte...


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