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Comics bringen keine Kohle

Die Szene boomt - doch Geld zu verdienen gibt es kaum

  • Von Amadeus Ulrich, Hamburg
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Sie zeichnen, kolorieren und gestalten ihre Graphic Novels, aber nur wenige Künstler können von den Buch-Erlösen leben. Begeisterte Comiczeichner lassen sich davon aber nicht entmutigen.

Einmal war Calle Claus kurz davor, mit dem Comiczeichnen aufzuhören. Zweifel überkamen ihn im November vor zwei Jahren, als seine 150 Seiten dicke Graphic Novel »White Line« erschienen war. Bis heute hat sich das Werk rund 1500 Mal verkauft. Geld verdient habe er kaum, sagt Claus, obgleich er sechs Jahre an dem Comic gearbeitet hat und es in den Feuilletons gelobt worden ist.

Vielen Comiczeichner in Deutschland geht es wie Claus: Nur wenige können vom Buchverkauf allein leben. Die meisten arbeiten nebenbei als Illustrator, Texter oder lehren an Schulen. Bestseller-Comics wie Micky Maus, Garfield oder Tim und Struppi gelingen selten; gerade im Graphic-Novel-Bereich mit langen, meist komplexen Geschichten für Erwachsene. Dennoch blüht die Comicszene, etwa in Hamburg.

Letztlich hat auch Claus nicht mit dem Zeichnen aufgehört. Aktuell arbeitet der 42-Jährige erneut an einem Comic. »Comiczeichner sind wie Junkies, sie kommen ...


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