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Auch Kunst ist warenförmig

Das Freihandelsabkommen TTIP und die Kulturindustrie

  • Von Gerhard Schweppenhäuser
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

TTIP, das Freihandelsabkommen mit den USA, wird von den Mächtigen der Wirtschaft und ihren politischen Vollzugshelfern herbeigesehnt, doch es bedroht die heiligen Kühe deutscher Kulturförderung. Tritt es in Kraft, könnten etwa die Tage der subventionierten deutschen Theaterlandschaft gezählt sein. Diese würde dann einen freien Wettbewerb verzerren, weil Staats- und Stadttheater, die mit öffentlichen Geldern unterstützt werden, in Konkurrenz mit Firmen träten, die Musicals produzieren. Entweder hätten dann alle Anbieter Anspruch auf Subventionen, oder es dürfte niemand von Staats wegen durch Zuschüsse privilegiert werden. Wer würde sich in der freien Theater-Marktwirtschaft beim Publikum wohl durchsetzen: die freie, experimentelle Kunst - Inszenierungen à la Claus Peymann, Frank Castorf, Christoph Marthaler und René Pollesch - oder die Leuchttürme der Kulturindustrie wie Andrew Lloyd Webber, Elton John und Udo Lindenberg?

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