Erinnern an die friedliche Koexistenz

  • Von Heinz Theisen
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Der westliche Universalismus ist ein Risiko für die europäische Sicherheit. Der damit einhergehende Eifer verhindert sowohl eine realistische Außenpolitik als auch die Akzeptanz anderer Weltsichten. Eine permanente politische Konfrontation mit anderen Staaten bei Überspannung der eigenen Kräfte sind die Folgen. Lösungsansatz kann nur eine Politik der friedlichen Koexistenz bringen.

Welttrends 97 „Ressource Macht Staat“

Die westliche Außenpolitik beruht auf dem Glauben an die Universalität von Demokratie und Menschenrechten. Die verschiedenen Weltkulturen und die ihnen zugehörigen Weltmächte definieren sich aber nicht nach einer universalen, sondern nach unterschiedlichen Werteordnungen, in denen Rechte und Pflichten, Individualität und Kollektivität, Mensch und Gott in unterschiedlichen Rangordnungen zueinander stehen. Der westliche Universalismus wird von anderen Werteordnungen als Provokation empfunden und treibt deren Fundamentalismus und den Kampf der Kulturen voran.

Dies verstrickt uns in immer neue Konflikte, die wir kaum verstehen, geschweige lösen können. Alte staatsmännische Tugenden wie Zurückhaltung und Neutralität sind fast schon diskreditiert. Gesinnungsethische Eiferer überfordern einerseits den Westen und treiben andererseits vielerorts liberale Dissidenten zu vergeblichem Widerstand. Wenn dann die Staatsmacht zuschlägt, lasse...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:


Haben Sie bereits ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 600 Wörter (4291 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.