Werbung

Europameister der Arbeit

Grit Gernhardt findet, dass mehr Überstunden kein Qualitätsmerkmal sind

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Offiziell gibt es in Deutschland knapp drei Millionen Arbeitslose, ohne die »statistischen Korrekturen« des Bundes sind es noch weit mehr. Gleichzeitig arbeiten jene, die einen Job ergattert haben, mehr, als sie müssten. Mit zweifelhaftem Erfolg: Laut EU-Kommission sind die Deutschen inzwischen Europameister im Leisten von Überstunden. Durchschnittlich drei Stunden mehr als tarifvertraglich vereinbart verbringt jeder Arbeitnehmer pro Woche in Büro, Fabrik oder Geschäft. Dabei werden wohl kaum alle diese Zusatzstunden völlig freiwillig geleistet: Fast die Hälfte der Angestellten und Arbeiter fürchtet nämlich, dass berufliche Belastung auf Dauer krank macht.

Dass Mehrarbeit dennoch die Regel ist, lässt sich vor diesem Hintergrund nur mit zunehmendem Druck von Seiten vieler Arbeitgeber erklären. Die verlangen Mitarbeitern die letzte Energie ab, damit sie nur ja keine neuen Stellen schaffen müssen. Auch Mails nach Feierabend gehören zum Standard und verlängern die Arbeitszeit - unentdeckt von jeder Statistik - noch weiter.

Die Antwort auf diese Entwicklung kann nur Arbeitszeitverkürzung lauten. Wer mehr Flexibilität fordert, muss einsehen, dass jene keine Einbahnstraße ist. Auch weniger zu arbeiten muss eine Option sein. Die Arbeit lässt sich meist problemlos auf mehrere Stellen mit jeweils kürzerer Wochenarbeitszeit aufteilen. Davon hätten alle etwas - Arbeitnehmer und Arbeitslose.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!