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Panzerdenkmal wird saniert

Kienitz gilt als erster durch die Rote Armee 1945 befreiter Ort am Westufer der Oder. Für die Sanierung des dortigen Panzerdenkmals gibt das Innenministerium 40 000 Euro Lottomittel.

Letschin. Das baufällige Panzerdenkmal im Letschiner Ortsteil Kienitz soll noch in diesem Jahr saniert werden. Darauf verständigte sich die Oderbruch-Gemeinde mit Denkmalschützern, dem Kultur- und dem Innenministerium. Das teilten beide Ministerien mit. Das Innenministerium spendiert dafür rund 40 000 Euro aus Lottomitteln. Die Gemeinde steuert 10 000 Euro bei. Das Denkmal soll um Informationstafeln zur Geschichte des Zweiten Weltkrieges und zur Entstehung des Denkmals im Jahr 1970 ergänzt werden, heißt es.

Die Erläuterung der historischen Ereignisse und der Geschichte des Denkmals sollen »einen Beitrag gegen Rechtsextremismus leisten«, erklärte Kulturstaatssekretär Martin Gorholt. »Sowohl die Geschichte des Zweiten Weltkrieges als auch die kritische Aufarbeitung des Antifaschismus der DDR sind wichtige Bestandteile der zeitgeschichtlichen Erinnerungskultur«, sagte er.

Innenstaatssekretär Rudolf Zeeb meinte, das Panzerdenkmal sei ein »bedeutendes Mahnmal«. Nach Darstellung seines Ministeriums fordert dieses Mahnmal heute noch zur Auseinandersetzung mit den Schrecken des von Deutschland ausgegangenen Zweiten Weltkrieges auf.

Vorausabteilungen der 5. Stoßarmee und der 2. Gardepanzerarmee waren am Morgen des 31. Januar 1945 bei Kienitz über die noch zugefrorene Oder gesetzt. Dort errichteten die sowjetischen Truppen einen Brückenkopf, der dazu diente, den Vorstoß auf die Seelower Höhen vorzubereiten.

Zum anderen, so heißt es in der Mitteilung der Ministerien, stehe das Panzerdenkmal »symbolisch für den staatlichen Antifaschismus der DDR«. Ihm sei »eine wichtige geschichtspolitische Funktion für die Errichtung und Stabilisierung der SED-Diktatur« zugekommen. »Das Verhältnis von staatlich verordnetem Antifaschismus und seiner Verankerung in der Bevölkerung wird bis heute kontrovers diskutiert«, wird vermerkt. Das Panzerdenkmal eigne sich für diese Auseinandersetzung: Seine Errichtung im Oktober 1970 sei auf den Einsatz des Kienitzer Bürgermeisters Emil Krüger zurückgegangen, der wegen seines Engagements im Volk »Panzer-Emil« genannt worden sei. Mit Unterstützung des Verteidigungsministers Heinz Hoffmann sei ein ausgedienter Panzer T-34 zur Verfügung gestellt worden. nd

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