Ein Extremist! Und wenn schon!

Noch einmal, immer wieder: Peter Handke. Ja, von ihm geht Gefahr aus!

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Wieder toben sie gegen Peter Handke. Bei der Verleihung des Ibsen-Preises in Oslo vergangen Sonntag hieß es lautstark im Publikum: ein »politischer Extremist«. Als hätten die aufgebrachten Gemüter Sätze ausgegraben, die vor Jahren in der FAZ standen: »Es wird Zeit, sich bewusst zu werden, dass von einem Autor solchen Ranges wie Handke eine Gefahr ausgehen kann. Seine auf vermeintliche Nebensächlichkeiten ausweichende, literarische Mittel einsetzende Ideologie gehört, gerade weil sie so subtil verfährt, zu den problematischsten Entgleisungen eines deutschsprachigen Autors nach dem Zweiten Weltkrieg.«

Tatsächlich geht von Handke große Gefahr aus. Der Österreicher, verwandtschaftlich mit dem Slowenischen verbunden, hat sich immer wieder mit seiner inneren balkanischen Existenz auseinandergesetzt. Im Roman »Der Bildverlust« findet sich die Beschreibung einer »balkanischen Ecke« als poetisches Hohelied auf eine Lebensweise jenseits...

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