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Womackas Glasbild restauriert

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Ein Glasbild des Künstlers Walter Womacka für die KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen befindet sich nach seiner viermonatigen Restaurierung wieder an Ort und Stelle.

Oranienburg. Ein dreiteiliges Fensterbild aus farbigem Bleiglas mit dem Titel »Internationaler Widerstandskampf gegen den Faschismus« hatte der Künstler Walter Womacka 1961 geschaffen. Jetzt befindet es sich nach viermonatigen Restaurierungsarbeiten wieder an seinem angestammten Platz im Foyer des Neuen Museums der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen. Das teilte die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten mit.

Die drei 4 mal 2,40 Meter großen Fenster waren im Mai ausgebaut, in 39 Einzelelemente zerlegt und zu einer 18 000 Euro teuren Restaurierung in die Werkstatt der Berliner Glasmalerin Jana Christenfeldt gebracht worden. Der Wiedereinbau der Fenster wurde am Donnerstag abgeschlossen.

»Um die Originalsubstanz so weit wie möglich zu erhalten, haben wir nur wenige defekte Gläser ersetzt«, sagte Glasmalerin Christenfeldt. »Dazu haben wir originalgetreue neue Gläser aus Echtantikglas hergestellt und partiell mit eingebrannter Schwarzlotbemalung versehen. So weit wie möglich haben wir beschädigte Gläser mit klarsichtigem Epohydharz geklebt und Ausbrüche an der Bemalung retuschiert. Außerdem wurden die Fenster von innen und außen gründlich gereinigt.«

Monika Knop, Sammlungsleiterin der Gedenkstätte, zeigte sich erfreut, dass das Triptychon in frischer Farbigkeit erstrahlt. »Das Glasfenster von Walter Womacka war das dominierende Kunstwerk des 1961 eröffneten ›Museums des antifaschistischen Freiheitskampfes der europäischen Völker‹«, erläuterte sie. »Heute begrüßt es die Besucher als wichtiges Exponat unserer Dauerausstellung zur Geschichte der Gedenkstätte, die im linken Flügel des Neuen Museums zu sehen ist.«

Das Glasfenster ist ein Kaleidoskop des Widerstandes und erzählt in vielen Szenen vom Kampf gegen den Faschismus. Aus jedem der drei Fenster erhebt sich eine monumental gestaltete Figurengruppe: links eine junge Familie im Untergrund, rechts eine Partisanen-Pietá und in der Mitte ein befreiter KZ-Häftling, ein sowjetischer Soldat mit einem Kind auf dem Arm und eine bewaffnete Widerstandskämpferin.

Walter Womacka (1925-2010), der auch ein monumentales Glasfenster für das Staatsratsgebäude in Berlin schuf, war an vielen Ausstellungen im In- und Ausland beteiligt. Er erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter 1965 den Vaterländischen Verdienstorden in Gold. nd

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