Werbung

Kinderkram und Kitapläne

Über das Rostocker »Kreidegate«, Rot-Rot-Grün in Thüringen und Schwesigs Reform

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Berlin. Kinder sind toll, sich als Erwachsener der von Kindern gern benutzten Kreide zu bedienen, kann allerdings gefährlich werden.

Jedenfalls in Rostock. Dort sorgt seit ein paar Tagen das »Kreidegate« für Aufsehen - und Gelächter. Die Polizei will dem Linkspolitiker Steffen Bockhahn unbedingt juristisch anhängen, dass er NATO-kritische Parolen auf die Straße malte. Mit Sprühkreide. Nachdem der Versuch scheiterte, daraus einen Fall von Sachbeschädigung zu machen, wird nun gegen Bockhahn wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz ermittelt. Denn Bockhahn war nicht allein, weshalb die Behörden nun darin eine nichtangemeldete Demo unter freiem Himmel zu sehen versuchen - die anzumelden man ihm am »Tattag« noch verweigert hatte.

Es liegt nahe, das Gebaren der Behörden kindisch zu nennen, das wäre aber ungerecht gegenüber Kindern. Die können nichts dafür, was Erwachsene in ihrem Namen oder zu ihren angeblichen Gunsten verzapfen. In Thüringen wurde vor Jahren ein Landeselterngeld für jene Eltern eingeführt, die ihre Kleinen nicht in Krippen betreuen lassen. Opposition, Fachleute und Rechnungshof waren dagegen. Nun gibt es eine Chance zur Korrektur: In Sondierungen haben sich LINKE, SPD und Grüne geeinigt, die »Förderung« abzuschaffen - und auf ein kostenfreies Kita-Jahr noch dazu.

Ob daraus Regierungswirklichkeit wird, muss sich zeigen. Ganz real war am Freitag der Auftritt der Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig im Bundestag, wo die SPD-Politikerin über Pläne zur Reform des Elterngeldes und den Kita-Ausbau sprach. Alles soll natürlich sehr viel besser werden, die Opposition pochte allerdings auf Nachbesserungen. So würden etwa, beklagten Linkspartei und Grüne, Alleinerziehende und Hartz-Empfänger benachteiligt - also auch deren Kinder. Ob diese nun gern mit Kreide malen oder nicht. tos

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen