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Käufer für Kloster gesucht

Klinik, Schule, Kunstakademie - bayerische Orden brauchen den Erlös aus Säkularisierungen für die Altersvorsorge

  • Von Rudolf Stumberger, München
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

In Bayern gibt es besonders viele kleine unabhängige Ordensgemeinschaften, das Fehlen des Nachwuchses macht sich dort stärker bemerkbar als anderswo. Doch was tun mit einem leeren Kloster?

Es gab ihn schon immer, den Kräutergarten im bayerischen Kloster Wessobrunn. In Zukunft aber sollen seine Pflanzen einem speziellen Zweck dienen: der Herstellung von Naturkosmetik. Denn das auf das Jahr 753 zurückgehende Kloster wurde jetzt von den Missionsbenediktinerinnen an eine Unternehmerin aus dem nahen Pessenhausen bei Roth verkauft.

Wessobrunn steht mit dieser Art von Säkularisierung nicht alleine: Immer mehr Klöstern in Bayern droht die Auflassung, da der Nachwuchs für die Ordensfrauen und -männer fehlt. Und: »Das wird sich in den kommenden zwanzig Jahren auch so fortsetzen«, prognostiziert Ralf Olbrück von der auf Klosterimmobilien spezialisierten Vermögensberatung »Pro Secur« in Köln.

In die Gebäude von Wessobrunn soll künftig die Naturkosmetik-Firma mit ihrer Produktion, dem Vertrieb und dem Lager einziehen, Platz gibt es genug in dem ehemaligen Kloster mit seinen 10 000 Quadratmetern Nutzfläche. Die Ordensschwestern selbst ...


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