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Vom Grunde her - nicht nur der Themse

Gertrud Leutenegger macht Gedankengänge zum Universum eines sprachzitternden Romans

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Was kann an einem Frühling panisch sein? Es ist doch nicht Panik, die Bäume dazu bringt auszuschlagen, also ausschlaggebend zu werden für das grüne Schönheitsstreben der Welt. Aber ohne panisches Gemüt ist dieses und anderes Schöne nicht wirklich zu genießen. Denn Intensität des Empfindens setzt Zwänge voraus: den Zwang zum Beispiel, das Ende zu denken, sich als Zufallsprodukt zu begreifen, sich als leicht zerbrechlich zu sehen.

Der Mensch: kein Muster und Modell, sondern ein kosmisches Momentum. Bleibend unbeholfen und untalentiert für Richtlinien und richtiges Leben; während seiner Frist nicht in der Lage, mehr als Befristetes zu stiften; begabt höchstens für einen geistigen (politischen) Rigorismus, der sich gern steigert, wo Erfahrungsleere gähnt. Weltbilder können Drogen sein. Hoffnung? Hätte erst gesiegt, wenn sie das Hauptwort auf Friedhöfen würde. Schafft da die Panik Abhilfe? Sie kann nach Auslösung eines Störfalls immerhin jen...


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