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Rosa Kreuze gegen Agrarfabrik

Bürgerinitiative Steinhöfel wehrt sich mit einem alten Brauch aus der Region

  • Von Rainer Funke
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Haben die holländischen Investoren ihre Pläne für eine Hähnchenmastanlage in Tempelberg längst aufgegeben? Die Bürgerinitiative hält solche Gerüchte für Täuschungsmanöver.

Sie sind reichlich einen Meter hoch und deshalb nicht zu übersehen: Um die 50 rosafarbene Kreuze stehen In Steinhöfel und in Orten wie Tempelberg, Gölsdorf, Neuendorf im Sande oder Buchholz und sogar in Fürstenwalde. Diese Kreuze symbolisieren den Bürgerprotest gegen geplante und bereits praktizierte Massentierhaltung in dieser ostbrandenburgischen Region.

Was es mit den Kreuzen auf sich hat, schildert Kerstin Hellmich, Sprecherin der Bürgerinitiative »Dörfergemeinschaft gegen die Agrarfabrik Steinhöfel«. Sie erläutert: Es handelt sich um einen alten Brauch in der hiesigen Region. Jeweils im späten Herbst zogen Schäfer mit ihren Herden übers Land. Hier fanden die Tiere auf den abgeernteten Feldern reichlich Futter. Wenn Bauern das nicht wollten, banden sie aus Garben einige Kreuze und stellten sie auf den Acker. Dann wussten die Schäfer, hier handelt es sich um »verbotenes Terrain«, die Herde darf nicht weiden.

Die rosa ...


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