Flüchtlingsrat: Bayern hat rigideste Regelungen zur Unterbringung

München. Angesichts andauernder Rekord-Flüchtlingszahlen hat der Bayerische Flüchtlingsrat die Staatsregierung noch einmal eindringlich aufgefordert, die Unterbringungsregelungen endlich zu lockern. »Nur Bayern beharrt auf der rigiden Lagerunterbringung«, sagte Flüchtlingsratssprecher Alexander Thal am Montag in München. Es sei dringend an der Zeit, das Gesetz zu ändern und die Menschen unbürokratisch und schnell aus Gemeinschaftsunterkünften ausziehen zu lassen - um dort genug Platz für neu ankommende Flüchtlinge zu haben. Derzeit dürfen fast ausschließlich anerkannte Asylbewerber aus den Gemeinschaftsunterkünften ausziehen. Sozialministerium Emilia Müller (CSU) und der Integrationsbeauftragte der Staatsregierung, Martin Neumeyer, hatten sich zwar zuletzt dafür ausgesprochen, das Gesetz gründlich zu überprüfen. Sie wurden aber umgehend von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) gestoppt. dpa/nd

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