Mehr als ein neoliberaler Stichwortgeber

Über seine Stiftung beeinflusst der Bertelsmann-Konzern gesellschaftliche Debatten

  • Von Jürgen Amendt
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Ohne seine Stiftung ist der Bertelsmann-Konzern wenig. Die Stiftung hält rund drei Viertel der Aktien des Unternehmens, vor allem aber funktioniert die vom Unternehmensgründer Reinhard Mohn (1921 - 2009) vor 37 Jahren gegründete Denkfabrik als wirtschaftsliberaler Stichwortgeber für gesellschaftliche Debatten mit unmittelbarer Rückwirkung auf die Geschäfte des Konzerns. Das von der Stiftung initiierte Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) setzt sich seit Mitte der 1990er Jahre energisch für die Einführung von Studiengebühren ein und wirbt für eine privatwirtschaftliche Umgestaltung des Hochschulsystems. Im Schulbereich initiiert das Bertelsmann-Projekt Selbstständige Schule in zahlreichen Bundesländern Modellprojekte mit dem Ziel, Unterrichtsorganisation und -gestaltung, vor allem aber Personaleinstellungen und Etats weitestgehend zu entstaatlichen und in die Verantwortung der Schulleitungen zu übertragen. Ähnliche Projekte gibt es...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.