Das Denken wird oft überschätzt

Politik als Haltung der »ersten Person«: die alternative Szene der 1970er Jahre und die Erfindung des Lifestyle

  • Von Velten Schäfer
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Was machte die »Alternativbewegung« der 1970er Jahre aus? Wie prägt sie die Gegenwart? Eine monumentale Studie gibt Antworten - aber nicht zu viele.

Über die 1970er Jahre und ihre Protestbewegungen wurde schon viel geschrieben in den letzten Jahren - die meisten dieser Veröffentlichungen sind Abschwörbücher von einst exponierten und inzwischen arrivierten Protagonisten. Festgestellt wird dann zumeist, dass der Radikalismus von einst selbstsüchtig gewesen sei und im Grunde unpolitisch - eine unreife, unehrliche Reaktion auf den unverdauten Nazismus der Elterngeneration.

Der in Konstanz lehrende Zeithistoriker Sven Reichardt gehört nicht zu dieser Autorengeneration; 1967 in Bremen geboren, kann er die nun von ihm in einer 1000-seitigen Monumentalstudie untersuchte »Alternativkultur« der 1970er und frühen 1980er Jahre allenfalls als Kind miterlebt haben. Und das Augenmerk seiner umfangreichen Studie liegt auch weniger auf dem was - also der nach Wertung verlangenden Frage nach den »Inhalten« dieses Bewegungsmilieus - als vielmehr auf dem wie: Zugespitzt interessiert sich Reic...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:

Haben Sie ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 1070 Wörter (8027 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.