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Der Datenschutz, der zu Gehacktem wird

  • Von Roberto J. De Lapuente
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Wie will man in Zeiten, da der Staat keinerlei Respekt vor der Privatsphäre der Bürger mehr zeigt, zu einem ausgeprägten Datenschutzbewusstsein erziehen? Die Affären um die Geheimdienste haben das Gefühl für den Datenschutz ausgehöhlt.

Neulich kam mein Kind aus der Schule und beschwerte sich. Es gab nämlich einen Anschiss vom Lehrer. Auf dem Pausenhof habe es zu einem Mitschüler gesagt, dass es nun »sein Handy hacken« würde. Der Schüler lief natürlich zum Lehrer und der Lehrer waltete seines Amtes. Aus einem Gespräch mit einem anderen Lehrer weiß ich, dass es Teil der pädagogischen Agenda ist, Schüler für den Datenschutz zu sensibilisieren. Im letzten Schuljahr kam sogar ein Polizist in die Schule, um den Schülern Kompetenz in dieser Frage zu vermitteln. Er erzählte, dass man nicht ungefragt Fotos von Mitschülern auf Facebook lädt. Und man sollte überhaupt sehr zurückhaltend mit der Preisgabe von eigenen Daten umgehen. Dass ein Lehrer aus einem Pausendialog einen pädagogischen Akt macht, hat also mit diesem Auftrag zu tun, die Schüler im Datenschutz zu bilden.

Ich fand es zwar leicht übertrieben, aber pflichtete dem Pädagogen bei. Er liege da ganz richtig, s...


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