Ronny Blaschke, Warschau 10.10.2014 / Sport

Unbesiegter Geist im gesunden Körper

Vor dem EM-Qualifikationsspiel der Fußballer geht es in Warschau um die deutsch-polnischen Sportbeziehungen

Im Oktober 1944 schlugen die Nazis den Warschauer Aufstand nieder, an dem viele Sportler beteiligt waren. Ein Fußballländerspiel ist nun Anlass, ein sporthistorisches Forum zu eröffnen.

Der Speerwerfer Eugeniusz Lokajski gehörte zu den erfolgreichsten Sportlern Polens, er arbeitete als Wissenschaftler und Lehrer, bis ihm die Nazis den Beruf untersagten. Er organisierte Übungen im Untergrund. Als am 1. August 1944 der Warschauer Aufstand begann, griff Lokajski zu seiner Kamera. Er fotografierte und filmte, war der Dokumentarist des größten einzelnen bewaffneten Widerstandes während des Krieges. Nach 63 Tagen mussten die polnischen Kämpfer aufgeben, die Deutschen machten Warschau dem Erdboden gleich. Lokajski starb bei einem Bombeneinschlag auf der Suche nach neuem Fotomaterial.

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