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Milliardenerbin

PERSONALIE

  • Von Guido Speckmann
  • Lesedauer: 2 Min.

Der reichste Mann der Welt? Das war laut der jedes Jahr erscheinenden Liste des Wirtschaftsmagazins »Forbes« in den vergangen Jahren entweder der mexikanische Unternehmer Carlos Slim Helú oder Microsoft-Gründer Bill Gates. Diese Namen kennt man. Doch wer ist die reichste Frau der Welt? Da wird es schon schwieriger, zumal die übergroße Mehrheit der reichsten Menschen Männer sind. Als wohlhabendste Frau der Welt gilt laut der im März veröffentlichten Forbes-Liste Christy Walton. Ihr Vermögen wird auf 38,5 Milliarden US-Dollar geschätzt, damit liegt sie auf dem achten Rang der Forbes-Liste. Die beiden Erstplatzierten verfügen über doppelt so viel Vermögen.

Christy Walton ist die Witwe von John T. Walton. Und dieser ist der Sohn von Sam Walton, dem Gründer des US-Einzelhandelsriesen Walmart. Das Vermögen, das schon der Walmart-Gründer nicht selbst erarbeitet hat, gelangte via Erbschaften in die Hände von Christy Walton. Ihr Ehemann bekam sein Vermögen von Vater Sam. Und die heute 59-Jährige erbte 18,2 Milliarden US-Dollar, als John T. Walton bei einem Flugzeugabsturz tödlich verunglückte.

Erbschaften - ein wichtiger Mechanismus, der die soziale Ungleichheit in kapitalistischen Gesellschaften fortschreibt, und ein Phänomen, das auch Thomas Piketty in einem Kapitel seines Buches behandelt. Wer hat, dem wird gegeben. Unter anderem dank eines glücklichen Investments in eine Solarfirma, das noch ihr Mann tätigte, verdoppelte sich das Vermögen der Witwe in den letzten zehn Jahren. Christy Walton gilt als großzügige Spenderin; die Walton Family Foundation hat sich auf Bildungsförderung spezialisiert. Wie so oft bei Superreichen könnte das aber auch in diesem Fall eine Steuervermeidungsstrategie sein.

Abgesehen von der wohlhabenden Heirat hatte die zurückgezogen in Jackson (Wyoming) lebende Walton privat weniger Glück. Im Alter von drei Jahren erkrankte ihr Sohn an Krebs, dann der Tod ihres Mannes 2005. Und zuletzt soll die reichste Frau der Welt fast an einer Lungenentzündung gestorben sein.

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