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Mexikanische Studenten brennen Regierungsgebäude nieder

Proteste gegen mutmaßlichen Massenmord an protestierenden Kommilitonen

Quito. Die Proteste nach dem mutmaßlichen Massaker an Studenten in Mexiko sind am Montag (Ortszeit) in Gewalt umgeschlagen. Demonstranten setzten den Regierungssitz des Bundesstaates Guerrero in der Stadt Chilpancingo sowie das Rathaus in Brand, wie die Zeitung »El Universal« (Onlineausgabe) meldete. Scheiben wurden zerstört, Büros angezündet. Bisher gibt es keine offiziellen Meldungen über Verletzte. Vor der Gewalteskalation hatten Lehramtsstudenten das Regierungsgebäude für mehrere Stunden besetzt, ließen dann aber Mitarbeiter, Senioren und Schwangere gehen.

Seit zwei Wochen finden immer wieder Demonstrationen gegen Polizeigewalt in Guerrero statt. Auslöser der Protestwelle war das Verschwinden von 43 Studenten bei einer Protestaktion Ende September. Die Polizei sowie örtliche Politiker sollen in die Tat verwickelt sein und mit kriminellen Vereinigungen zusammengearbeitet haben. Mittlerweile haben Mitglieder der kriminellen Bande »Guerreros Unidos« gestanden, mindestens 17 Studenten getötet zu haben.

Bei der Suche nach den Opfern wurden mehrere Massengräber gefunden. Noch ist allerdings nicht geklärt, ob es sich bei den Toten um die Studenten handelt.

Das Ministerium für öffentliche Sicherheit in Guerrero kündigte am Montagabend an, die Einrichtungen der Regierung ab Dienstag mit Sicherheitskräften zu schützen. Behördenvertreter betonten, dass die Polizei Konfrontationen mit den Demonstranten so weit wie möglich vermieden habe. epd/nd

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