Moddrig und glücklich

DDR-Flucht durchs Abwasser: Letztes Kanalsperrgitter bleibt als unterirdisches Mahnmal erhalten

  • Von Andrea Barthélémy
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die Mauer ging unterirdisch weiter: 70 Gitter verhinderten, dass Ostberliner durch die Kanalisation in den Westen flüchteten.

Am 7. September 1961 zieht Ulrich Pfeifer seinen besten Anzug an. Mit vier jungen Frauen und einem Mann, die er allesamt nicht kennt, ist er abends in der Gleimstraße in Prenzlauer Berg verabredet. »Wir haben uns in den Hauseingängen rumgedrückt und irgendwann war die Luft rein«, erinnert sich der heute 78-Jährige. Die Männer heben den Gullydeckel weg, die Gruppe verschwindet im stinkenden Kanalschacht, in völliger Dunkelheit - während ein weiterer Helfer den Gully von oben schließt. »Das Wasser war wadenhoch, wir konnten nicht aufrecht stehen. Wir wussten, wir müssen nur immer geradeaus laufen. Aber da war auf einmal dieses Gitter - von dem wussten wir nichts.«

Ein Moment größter Anspannung und unterschwelliger Angst. Doch das Gitter in dem eiförmigen Kanal reicht nicht ganz bis zum Boden hinab. Einer nach dem anderen taucht also durch den Abwassersud unter dem Gitter hindurch - und erreicht wenige hundert Mete...

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