Stephan Fischer 20.10.2014 / Sport

Niemand will den Schatten sehen

25 Jahre nach der Wende beklagen Dopingopfer fehlenden Willen zur Aufarbeitung

700 Dopingopfer haben sich innerhalb eines Jahres beim Doping-Opfer-Hilfe-Verein gemeldet. Von den Sportverbänden und der Politik fühlen sie sich seit langem allein gelassen.

»Wir sind in diesem Land, was Sport angeht, völlig gaga.« Ines Geipel, Vorsitzende des Dopingopfer-Hilfe-Vereins (DOH), meint damit nicht nur überschäumende Euphoriewellen wie im letzten Sommer à la »Wir sind Weltmeister!« Die ehemalige Leichtathletin hatte 2005 um die Streichung ihres Namens aus den Rekordlisten des Deutschen-Leichtathletik-Verbandes gebeten, weil die Ergebnisse nur durch die unfreiwillige Einbindung in das DDR-Zwangsdopingsystem zustande kamen und das Resultat von Körperverletzung seien. Mit konsterniertem Unterton fasst sie 25 Jahre gesamtdeutsche Aufarbeitung der Dopinggeschichte auf einer DOH-Konferenz am Samstag in Berlin zusammen: »Es gibt keine andere Politik dazu. Die Situation ist einfach katastrophal.«

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