Armin Jähne 25.10.2014 / Kultur

Der Zar wollte eigentlich nicht

Die beiden Balkankriege als Vorboten des Ersten Weltkrieges. Von Armin Jähne

Seit Katharina II. war die »Orientalische Frage«, das Problem der Meerengen, sprich des Bosporus und der Dardanellen, ins zentrale Blickfeld russischen Interesses und russischer Außenpolitik gerückt. Die Beherrschung dieser geopolitisch sensiblen Durchfahrten würde Russland einen enormen Machtzuwachs bringen, seine Einflussnahme auf den Balkan erleichtern und seine Rolle als Schutzmacht der dortigen slawischen und christlich-orthodoxen Völker stärken, die Untertanen des Osmanischen Reiches waren.

Der Russisch-Türkische Krieg von 1877/78 endete mit einem Sieg Russlands. Die endgültige Lösung der »Orientalischen Frage« schien in greifbare Nähe gerückt. Petersburg aber zögerte, vielleicht eingedenk des Desasters im Krimkrieg (1853 -1856), als Russland sich einer türkisch-englisch-französischen Koalition gegenübersah. Der Berliner Kongress 1878 zog dann Kompromisse einer endgültigen Regelung der politisch und ethnisch bedingten Ri...

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