Sorge um Missbrauch bei Nuklear-Firma

Opposition fordert Berlin zum Veto gegen Verkauf von Urenco auf

Berlin. Der geplante Verkauf der deutsch-niederländisch-britischen Nuklearfirma Urenco stößt hierzulande auf Widerstand: Oppositionspolitiker und Experten forderten nach einem Bericht der »Süddeutschen Zeitung« von der Bundesregierung, den Verkauf zu verhindern. »Jede Weitergabe von Wissen in der Urananreicherungstechnologie erhöht auch das Wissen bei der Atomwaffentechnologie«, kritisierte die atompolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Sylvia Kotting-Uhl, in der Zeitung. Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums betonte in Berlin, die Bundesregierung werde einem Verkauf nur zustimmen, wenn »ein angemessener Rechtsrahmen« erreicht sei.

Anteilseigner von Urenco sind neben den deutschen Stromkonzernen E.on und RWE Großbritannien und die Niederlande. Das Unternehmen mit Milliardenumsatz reichert Uran so weit an, dass es in Brennelementen für Kernkraftwerke eingesetzt werden kann. Die Firma hat nach eigenen Angaben einen globalen Marktanteil von mehr als 30 Prozent.

Der »SZ« zufolge wollen sich E.on und RWE von allen Anteilen trennen. Auch Großbritannien und die Niederlande prüfen den Komplettverkauf ihrer Anteile. Damit könnten private Investoren die Kontrollmehrheit über Urenco erlangen. AFP/nd

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