Weiße Strände, trübe Stimmung

Uwe Sattler über seinen 4. November 1989

Der Grenzer am Berliner Flughafen Schönefeld war ausgesprochen freundlich. Kein böser Blick traf aus seiner erhöhten Glaskanzel herab den Jungspund vor ihm, es fiel nicht ein barsches Wort, Schikanen gab es schon gar nicht. Und dabei wollte ich doch »in den Westen«!

Gemächlich blätterte der Vertreter der Sicherheitsorgane meinen Pass durch, sah sich die Visa für die Sowjetunion, für Rumänien und mit besonderem Interesse jenes für Nordkorea an. Sechs Wochen hatte ich im Sommer in Pjöngjang verbracht, um dort über Vorbereitung und Verlauf der Weltfestsspiele der Jugend für die »Junge Welt« zu berichten. »Gute Zeitung«, murmelte der Uniformträger, »steht mehr drin als in anderen. Guten Flug.«

Ein paar Stunden später landete ich in Nikosia, meine erste Dienstreise ins NSW, ins Nichtsozialistische Wirtschaftsgebiet, hatte begonnen. Während in Berlin, Leipzig und anderswo Menschen protestierend durch die Straßen zogen, be...

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