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Erfurt benennt Platz nach ehemaligem jüdischen Landesvorsitzenden

Erfurt. Die Stadt Erfurt hat einen bisher namenlosen Platz neben der Neuen Synagoge nach dem ersten Vorsitzenden der Jüdischen Landesgemeinde nach 1945, Max Cars, benannt. Damit werde eine Persönlichkeit geehrt, die sich in hohem Maße für die Wiederbelebung des jüdischen Lebens in Erfurt nach dem Zweiten Weltkrieg engagiert habe, teilte die Stadt am Mittwoch mit. Während viele Gemeindemitglieder in das damals gerade gegründete Israel auswandert seien, hätten Cars (1894-1961) und seine Familie Juden geholfen, die völlig entwurzelt in Thüringen gelandet seien. Cars setzte sich für die Rückgabe des Grundstückes ein, auf dem die Nazis am 9. November 1938 die Synagoge in Brand gesteckt hatten, sowie für den Bau eines neuen Gotteshauses. 1952 konnte dort der einzige Synagogenneubau in der DDR eingeweiht werden. Heute zählt die Jüdische Landesgemeinde wieder mehr als 800 Mitglieder. Vor der Machtergreifung der Nazis waren es allein in Erfurt mehr als 1000. dpa/nd

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