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Vom Schönklang befreit

Das Konzerthaus feiert Nikolaus Harnoncourt mit einer Hommage

  • Von Antje Rößler
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Monteverdi oder Bach würden heute anders klingen, wenn es ihn nicht gäbe: Der Österreicher Nikolaus Harnoncourt wandte sich schon in den fünfziger Jahren dem damals abseitigen Feld der Barockmusik zu. Während die Anhänger Karajans im Dauerschönklang schwelgten, suchte Harnoncourt nach Originalnoten und alten Instrumenten, deren überlieferte Spielweisen er sich mühevoll aneignete. Das Resultat war ein ruppiger, gegen den Strich gebürsteter Sound, der die Hörer erschreckte. Denn Harnoncourt war zu der Überzeugung gekommen: »Das wirklich Schöne an der Musik ist nicht die Reinheit, sondern der Schmutz.«

Heute ist die Bewegung der Historischen Aufführungspraxis längst etabliert. Harnoncourt steht am Pult bei den Salzburger Festspielen und bei Elite-Orchestern wie den Berliner oder Wiener Philharmonikern. In diesem Jahr erhält der Künstler den Echo-Klassikpreis für sein Lebenswerk und wird zudem am Nikolaustag 85 Jahre alt.

Aus diesem Anlass ...


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