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Keine Rente für Mutter Phet

25 Jahre Sozialversicherung in Laos, doch hatte bisher kaum ein Drittel der Menschen Zugang

  • Von Alfred Michaelis, Vientiane
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Das südostasiatische Laos zählt in der Welt zu den armen Staaten. Seit Oktober können sich seine Bürger freiwillig versichern. Dafür aber fehlen ihnen häufig die Mittel.

Mutter Phet ist Mitte 50, doch wirkt sie älter. Ein Resultat jahrelanger Plackerei auf dem Reisfeld. In ihrem Heimatdorf bei Phonehong, eine Autostunde von der laotischen Hauptstadt Vientiane entfernt, ist auch heute nicht viel anderes zu tun. Mutter Phet ist Witwe, der Sohn ist geistig nicht ganz auf der Höhe. Er hilft auf den Reisfeldern, verdient zuweilen ein paar Kip als Hilfskraft auf Baustellen. Zu wenig, ihn selbst ordentlich zu ernähren. Die Alten werden traditionell von der jüngsten Tochter unterstützt, die auch das elterliche Haus erbt. Mutter Phet hat keine Tochter. In ihrem kleinen Häuschen verkauft sie Süßigkeiten und Getränke an Schulkinder Kinder, die hier vorbeikommen. So kann sie die Stromrechnung bezahlen.

Die Sozialversicherung in Laos ist nun 25 Jahre alt. War sie anfangs nur dazu da, die Angestell...


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