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Sorbisch, sinnlich

Roza Domascyna

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Schwarz. Das ist Trauer wie Erhabenheit, es setzt den grellen Lüsten der Welt einen Adel der Entsagung entgegen, der als Signal wahrer Sinnlichkeit aufleuchtet. Schwarz ist die Farbe dieses Buches, mit weißem Titelaufdruck - Roza Domascyna: »Feldlinien«. Jens-Fietje Dwars hat in der von ihm herausgegebenen und gestalteten Edition Ornament Lyrik der sorbischen Dichterin aus fünfundzwanzig Jahren herausgegeben, fünf Holzschnitte von Karl Georg Hirsch arbeiten dem Band grafisch Wert und Würde zu.

Der Vers der 1951 geborenen Lausitzerin nimmt aus Erdberührung seine Himmelssehnsüchte. Krume und Kumulus. Beim Blick auf Landschaften und in Seelenverzweigungen: sichtende Benommenheit statt allzu passabler Intelligenz. Das Staunen als Ausdruck eines Innestehens, nicht der Befremdung. Sie lebt in den Schönheiten und Verlusten des Sorbischen; ihr ist Sprache wie ein Gras, das den Stein bewächst und das, e...


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