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Putin wirft Kiew Behinderung von Ermittlung an MH17-Unglücksort vor

»Ständiger Beschuss durch ukrainische Artillerie« / Tote bei Kämpfen in Ostukraine

Moskau. Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Rande des Asien-Pazifik-Gipfels (Apec) in China die ukrainische Armee beschuldigt, das Gebiet um die Unglücksstelle des im Juli mutmaßlich abgeschossenen malaysischen Passagierflugzeugs »ständig« mit Artillerie zu beschießen. Für den Beschuss seien nicht die von Kiew abtrünnigen Rebellen, sondern die Regierungssoldaten verantwortlich, sagte Putin laut der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti am Montag bei einem Treffen mit dem malaysischen Regierungschef Najib Razak in Peking. Dadurch werde die Arbeit der internationalen Experten am Absturzort beeinträchtigt.

Putin begrüßte zugleich, dass den malaysischen Spezialisten »endlich« gestattet wurde, vollständig an den Ermittlungen teilzunehmen. Sie würden dabei sicherlich einen »unerlässlichen Beitrag« leisten, fügte er hinzu. Den Angehörigen der Opfer und dem malaysischen Volk sprach der Präsident erneut sein Beileid aus.

Tote bei Kämpfen in Ostukraine

Nach heftigen Kämpfen in der Ostukraine am Wochenende sind bei erneuten Gefechten zwischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten mindestens zwei Soldaten getötet worden. Fünf seien innerhalb von 24 Stunden verletzt worden, teilte Sicherheitsratssprecher Andrej Lyssenko am Montag in Kiew mit. Kämpfe gab es demnach am Flughafen der Separatistenhochburg Donezk sowie bei den Städten Debalzewo und Slawjanoserbsk. In Donezk waren in der Nacht nach Angaben des Stadtrats Artilleriesalven zu hören, am Montag war die Lage zunächst ruhig.

Im ostukrainischen Charkow wurden bei einer Explosion in einer Bar am Sonntagabend elf Menschen teils schwer verletzt. Der Geheimdienst in Kiew ging von einem Terroranschlag aus. Der Ort gilt als Treffpunkt von proukrainischen Kräften.

Die Maschine der Malaysia Airlines war am 17. Juli auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur im Krisengebiet über der Ostukraine abgestürzt. Alle 298 Menschen an Bord kamen ums Leben. Die Führung in Kiew, die USA und westliche Medien erklärten wenig später, prorussische Separatisten hätten den Flug MH17 vom Himmel geholt. Die meisten Opfer stammten aus den Niederlanden. AFP/nd

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