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Mütter im Nachteil

Fabian Lambeck über neue Ungerechtigkeiten bei der Rente mit 63

Die abschlagsfreie Rente mit 63 für Arbeitnehmer, die mindestens 45 Jahre eingezahlt haben, war und ist auch innerhalb der Großen Koalition hoch umstritten. Die SPD wollte sie um jeden Preis, große Teile der Union lehnten sie ab. Nicht ganz zu Unrecht meinen viele, dass hier vor allem die SPD-nahe Industriearbeitnehmerschaft profitiere. Dabei hatte das federführende Bundesarbeitsministerium wohl nur die männlichen Malocher auf dem Schirm. Anders ist nicht zu erklären, warum man im Ressort erst jetzt bemerkt haben will, dass das Gesetz Frauen diskriminiert. Oder wurde hier mal wieder ein Gesetz schlampig ausgearbeitet? Hat keiner der Autoren bemerkt, dass es Schwangerschaftszeiten ausklammert, Erziehungszeiten aber nicht?

Erst auf Nachfrage des Linkspolitiker Matthias Birkwald will die Regierung bemerkt haben, dass man hier Mütter bestraft, da diese länger arbeiten müssten als Männer oder mit Abschlägen mit der Rente leben müssten. Nichts anderes bedeutet die Nicht-Anrechnung des Mutterschutzes. Dahingegen werden Zeiten kurzzeitiger Arbeitslosigkeit, als einzig mögliche Berufsunterbrechung bei Männern, voll berücksichtigt. Geschlechtergerechtigkeit sieht anders aus. Es ist den Bürgerinnen und Bürgern kaum zu vermitteln, warum Zeiten des Mutterschutzes nicht angerechnet werden, dafür aber die Erziehungszeiten. Ministerin Nahles sollte hier dringend nachbessern.

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