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Mit Feinsinn gegen das Gröbste

Wiedergelesen: »Die Welt der Westdeutschen« von Günter Gaus - der am Sonntag 85 würde

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Mit der friedlichen Revolution vor fünfundzwanzig Jahren berührten, beäugten, vermischten sich zwei deutsche Bevölkerungen, man stolperte gegeneinander, prallte voneinander ab, um erneut zueinander gewirbelt, gestoßen, gelockt zu werden. Was von der DDR blieb, sind nach wie vor lauter Ungleiche - den einen wurde mit dem gesellschaftlichen Verlust die Geschichte zum Sturzfeld, während die anderen frei und frech und ideologielos (nicht identisch mit ideen- und charakterlos!) übers Feld ihrer Möglichkeiten jagen, tanzen, hecheln, tasten. Die Ost- und die Westdeutschen gerieten fremd, staunend, misstrauisch aneinander - und die Ostdeutschen selber reagieren offenbar wieder selbstbewusster auf geschichtsrichterliche Zurechtweisungen aus dem Westen, die alles Leben unterm ausgemusterten Regime in eine geschlossene Mentalität zwingen wollen.

Der große unvergessene Publizist Günter Gaus, der an diesem Sonntag 85 Jahre alt würde, hat m...


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