Grüne ringen, sie beißen nicht

Konflikte in der Partei schwelen weiter

  • Von Aert van Riel, Hamburg
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Realos und Linke können sich beim Hamburger Grünen-Parteitag am Wochenende auf einige Kompromisse einigen. Doch zentrale strittige Fragen bleiben unbeantwortet.

Versöhnlich sollte es beim dreitägigen Bundesparteitag der Grünen am Wochenende in Hamburg zugehen. Nach vielen Streitigkeiten in der Parteispitze und in der Fraktion über Äußerungen des Bundespräsidenten Joachim Gauck zur Linkspartei, über die Grünen-Asylpolitik und Waffenlieferungen an Kurden in Irak war die Parteiführung nun darum bemüht, dass man harmonischer miteinander umgeht. Das funktioniert am besten, indem man Themen findet, mit denen sich die Mehrheit der Partei identifizieren kann. Am Samstag waren sich die Grünen einig, dass sie sich künftig verstärkt um die Agrarpolitik kümmern wollen. Sie sind gegen Massentierhaltung, Gentechnik, Antibiotika und Pestizide. Das unterschreiben sowohl Linke als auch Realos gern.

Auch in der sogenannten Freiheitsdebatte über die Identität der Grünen wird letztlich ein Kompromiss zwischen den Parteiflügeln gefunden. Realos aus Hessen, wo die Grünen gemeinsam mit der CDU regieren, wol...


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